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Ärztlich-psychotherapeutische Fortbildungen 2018

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bei uns in der Psychosomatik liegt ein sehr ereignisreiches Jahr 2017 nun bereits hinter uns. Es gab viele Veränderungen, die wir zu einer guten Zusammenarbeit in neuen Strukturen nutzen konnten. Seit Januar 2017 gibt es in der Psychosomatik der Klinik St. Irmingard in Prien ja zwei Chefärzte:  

Dr. Peter Heinz leitet jetzt als Chefarzt die Abteilung für Psychotraumatologie. Der Traumakongress im April 2017 war ein großer Erfolg. Auch wenn 18 Betten, deutschlandweit betrachtet, bereits eine große Trauma-Abteilung darstellen, kämpfen wir mit langen Wartezeiten und hoffen mittelfristig hier auf eine Bettenerweiterung.  

In der Allgemeinen Psychosomatik hat Dr. Christian Ehrig als Chefarzt das integrative Konzept auf psychodynamischer Grundlage weiterentwickelt. Ein konstruktiver Austausch zwischen den verschiedenen Therapieschulen ist uns seit vielen Jahren ein großes Anliegen. Dr. Ehrig ist es gelungen, im Juni 2018 erstmals eine gemeinsame Tagung der verhaltenstherapeutischen IFA- und der psychodynamischen Balint-Gesellschaft bei uns in Prien ausrichten zu dürfen.

In der Simssee Klinik Bad Endorf hat Chefarzt Michael Krüger die Erweiterung auf nun 135 Betten erfolgreich abgeschlossen. Wir haben mit dem Haus D nun auch neue Therapieflächen schaffen können. Es wurde ein 5. Behandlerteam aufgebaut, neben den bisherigen Therapieschwerpunkten bei Burnout und chronischem Schmerz hat sich der neue Schwerpunkt eines Therapieschulen-übergreifenden Behandlungskonzeptes für Patienten mit Angststörungen sehr bewährt.

Im Januar 2017 konnten wir die neue Psychosomatische Privatklinik ChiemseeWinkel in Seebruck eröffnen. Das Konzept, in einem kleinen, sehr geschützten Rahmen eine hoch-individuelle und u.a. mit drei ärztlich-psychologischen Einzeltherapien pro Woche auch sehr intensive psychosomatische Therapie anzubieten, hat sich sehr bewährt. Ermutigt durch die positive Resonanz der Patienten haben wir nun ein 2. Behandlerteam aufgebaut. Wir unterstützen die Einweiser bzw. Patienten bei der Kostenklärung mit privater Krankenkasse/Beihilfestelle und können eine sehr rasche Aufnahme anbieten.

In meiner neuen Funktion als Strategische Leitung Psychosomatik innerhalb der Gesundheitswelt Chiemgau darf ich weiterhin unser Fortbildungsprogramm gestalten. Die Tradition, renommierte Referenten zu praxisrelevanten Themen einzuladen, können wir auch in diesem Jahr fortführen. Wegen der besseren Übersichtlichkeit habe ich die Fortbildungen zu Themenblöcken zusammengefasst. Der jeweilige Veranstaltungstort, ob Prien, Bad Endorf oder Seebruck, ist sowohl unter der jeweiligen Veranstaltung als auch auf den Fax-Antwort-Formularen vermerkt.  

Da die Organisation jeweils vor Ort über das zuständige psychosomatische Chefarzt-Sekretariat erfolgt, finden Sie im Anhang auch die Anmeldeformulare für die jeweilige Klinik. Dafür gibt es nun ein übersichtlicheres Gesamtfortbildungsprogramm, das hoffentlich Ihr Interesse findet. Für mich selbst sind unsere Fortbildungen immer eine schöne Gelegenheit, die Begegnung und den kollegialen Austausch zwischen unseren stationären Behandlerteams und Ihnen als Niedergelassenen zu pflegen.

Ich wünsche Ihnen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2018 und würde mich freuen, Sie bald bei unseren Fortbildungsveranstaltungen begrüßen zu dürfen. 

Herzliche Grüße aus Seebruck

Ihr Dr. med. Franz Pfitzer

 

Jahresübersicht und Termine des Fortbildungsprogramms 2018

Fortbildungsprogramm Psychosomatik 2018

Anmeldung Klinik ChiemseeWinkel Seebruck am Chiemsee

Anmeldung Klinik St. Irmingard Prien am Chiemsee

Anmeldung Klinik St. Irmingard Psychotraumatologie Prien am Chiemsee

Anmeldung Simssee Klinik Bad Endorf


Veranstaltungsleitung Fortbildungsprogramm Psychosomatik 2018
Klinik St. Irmingard Prien / Simssee Klinik Bad Endorf / Klinik ChiemseeWinkel Seebruck

 

Dr. med. F. Pfitzer                                                                           Tel.: +49 8667-8793070

Arzt für Neurologie und Psychiatrie                                             Fax: +49 8667-8793097

Arzt für Psychotherapeutische Medizin                                       f.pfitzer@klinik-chiemseewinkel.de

Chefarzt der Privatklinik ChiemseeWinkel Seebruck

Strategische Leitung Psychosomatik der Gesundheitswelt Chiemgau

 

Bankverbindung Fortbildungskonto Dr. Pfitzer:

Kto. Nr. 500 672 902 Sparkasse Rosenheim BLZ 711 500 00 / Dr. Franz Pfitzer   

IBAN: DE42 71150000 0500672902  BIC: BYLADEM1ROS  


Kurzworkshop am 24. Januar 2018 - Psychosoziale Versorgung von traumatisierten Flüchtlingen

Workshop - Psychosoziale Versorgung von traumatisierten Flüchtlingen

Datum: Mittwoch, 24.01.2018 - 16:00 bis 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: Kleine Turnhalle in der Klinik St. Irmingard, Prien am Chiemsee

Referentinnen: Sabina Toth und Dr. Bettina Drews

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Die existentiellen Probleme von Flucht und Migration sind in den letzten Jahren durch die aktuellen politischen Ereignisse ganz in das Zentrum unserer Aufmerksamkeit gerückt. Psychotherapeuten sind mit einer Vielzahl neuer Aufgaben konfrontiert, für die weder unsere professionelle Ausbildung noch unser Versorgungssystem hinlängliche Lösungen anbietet.

Der Kurzworkshop setzt sich mit den folgenden Fragen auseinander: Was sind die Herausforderungen der psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen? Welche psychischen Beschwerden und Erkrankungen treten auf? Welche psychotherapeutischen Behandlungsmethoden sind passend in diesem Kontext? Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Ärzten, Dolmetschern, Anwälten und anderen Akteuren der Flüchtlingshilfe und wie erreicht das Angebot die Zielgruppe?

Die  Außenstelle von Refugio München e.V. in Rosenheim hat seit 2013 psychotherapeutische Behandlung und Sozialberatung für Flüchtlinge und Folteropfer angeboten. Bedauerlicherweise wird sie Ende des Jahres 2017 geschlossen. Die Referentinnen blicken auf ihre reichhaltigen Erfahrungen Ihrer Tätigkeit im Rahmen dieses Versorgungszentrums zurück und bieten Raum für Austausch, Fragen und zur Diskussion.

 

Referentinnen:

Sabina Toth, M.A. Soziale Arbeit, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin i.A., Mitarbeiterin von Refugio München e.V. 

Dr. Bettina Drews, Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie sowie Nervenheilkunde, Paar- und Familientherapeutin,  Trauma-Therapeutin. 

Als Oberärztin am RoMed Klinikum Rosenheim in der konsiliarpsychiatrischen Abteilung und psychotherapeutisch in eigener Praxis tätig.

 

Anmeldung:

Zur Erleichterung unserer Planung melden Sie sich jedoch bitte spätestens bis zum 10.01.2018 per Mail oder telefonisch im Sekretariat der Abteilung für Psychotraumatologie an.

Mail: sekr.psychotraumatologiest-irmingardde

Telefon 08051-607-530  

I Therapie der Depression

27. Juni 2018 - 1. Learning from many masters – Depressionstherapie als flexibles Nutzen verschiedener Konzepte und Perspektiven

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen weltweit, jeder 6. Deutsche erkrankt irgendwann im Laufe des Lebens an einer Depression. Depressionen haben leider immer noch eine Rezidiv-Rate von 60% innerhalb von fünf Jahren und gehören zu den häufigsten Ursachen für AU-Schreibungen.

1. Learning from many masters –
Depressionstherapie als flexibles Nutzen verschiedener Konzepte und Perspektiven

Depression ist keine rezidivierende Erkrankung wie Rheuma, sondern eher ein Krankheitszustand wie Fieber, der vielfältige Ursachen haben kann. Die Kenntnis verschiedener Erklärungsmodelle und Strategien im Umgang mit Depressiven ist sehr hilfreich. Es werden Grundzüge eines neurobiologischen, verhaltenstherapeutischen, psychodynamischen, systemischen, hypnotherapeutischen und achtsamkeitsbasierten Verstehens von Depressionen dargestellt. Schwierige Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene können oft durch Arbeit auf der Inneren Bühne und Nutzung von Konzepten der Teilearbeit utilisiert werden. Häufig können depressive Entwicklungen als verletzte Grundbedürfnisse, als anstehende Entwicklungsaufgaben oder als abgewehrte berechtigte Anliegen eines inneren Anteils gut verstanden werden. Diese Themen sollten auch nach Abklingen der akuten Symptomatik gezielt bearbeitet werden, um einen Beitrag zur Rückfall-Prophylaxe zu leisten.

Frau Dr. Hofbauer wird das integrative störungsspezifische Depressions-Konzept SPASS in der Klinik St. Irmingard auch mit Fallbeispielen vorstellen.

 

Workshop mit CA Dr. Franz Pfitzer und OÄ Dr. Birgit Hofbauer

 

Datum:                         

Mittwoch, 27.06.2018            13:00 bis 17:00 Uhr

Tagungsbeitrag:        

60 Euro

Tagungsleitung:

Dr. Franz Pfitzer

Veranstaltungsort:  

Klinik ChiemseeWinkel, Seebruck, Seminarraum Palmengarten

 

Dr. Franz Pfitzer ist Arzt für Neurologie und Psychiatrie sowie FA für Psychosomatik. Er hat ab 1989 die Psychosomatik der Klinik Str. Irmingard geleitet und ab 2004 zusätzlich als Chefarzt die Psychosomatik in der Simssee Klinik Bad Endorf aufgebaut. Seit Januar 2017 ist er Chefarzt und Ärztliche Leitung der Psychosomatischen Privatklinik ChiemseeWinkel in Seebruck.

Dr. Birgit Hofbauer ist FÄ für Psychosomatik und Oberärztin an der Klinik St. Irmingard. Sie hat das störungsspezifische integrative Depressionsbehandlungskonzept SPASS entwickelt.

17. Oktober 2018 - 2. EMDR bei Depressionen

Schwere Depressionen sind eine der häufigsten psychischen Störungen an der 5-15% der Bevölkerung im Laufe des Lebens erkranken. Obwohl zahlreiche wirksame psychopharmakologische und psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten existieren, sind die Behandlungserfolge in vielen Fällen unbefriedigend. Hohe Rückfallraten (ca. 50% im Verlauf von 2 Jahren), unvollständige Remissionen und Suizidalitätsrisiken sind dabei die häufigsten Probleme.

EMDR ist eine neue Psychotherapiemethode, die belastende Erinnerungen bearbeiten kann und 2015 auch als Teil der deutschen Richtlinienpsychotherapie für posttraumatische Belastungsstörungen anerkannt wurde.     

Erste Studien zeigen nun, das EMDR auch im Bereich der depressiven Störungen hohe Wirksamkeit zu haben scheint.

Im Workshop werden Grundlagen und Fallstricke klinischer Behandlung von Depressionen mit EMDR und die Ergebnisse von derzeit 4 kontrollierten Studien vor dem Hintergrund der klinischen Erfahrungen mit der EMDR Methode in diesem Bereich vorgetragen und diskutiert.

Workshop mit Dr. Arne Hofmann

Datum:            

 

Mittwoch, 17.10.2018            13:00 bis 17:00 Uhr

Tagungsbeitrag: 

 

100 Euro

Tagungsleitung:

 

Dr. Arne Hofmann 

Veranstaltungsort: 

Simssee Klinik Bad Endorf, Raum Simssee

 

Dr. Arne Hofmann ist Facharzt für Psychosomatische und Innere Medizin und Leiter des EMDR-Instituts Deutschland. Er hat 1991 die EMDR Methode im deutschsprachigen Raum eingeführt.  Er ist Mitgründer der deutschsprachigen Fachgesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT), der Fachgesellschaft EMDR-Europe und Mitglied der deutschen Leitlinienkommission zur Behandlung der PTBS.  Dr. Hofmann lehrt, forscht und publiziert international. Derzeit koordiniert er als Primary Investigator das multizentrische EDEN Forschungsprojekt, das den Einsatz von EMDR bei depressiven Störungen untersucht. 

II Hypnotherapie

09. Mai 2018 - 1. Innere Systeme stärken – flow ermöglichen

Hypnotherapeutische Grundkonzepte wie die Einführung der Beobachterperspektive, die Wahrnehmung von Patienten als Träger von Kompetenzen oder das Übersetzen von Symptomen in (unbewusste) Anliegen sind für die gesamte Psychotherapie von grundlegender Bedeutung. Hypnotherapeutische Konzepte finden sich in moderner Traumatherapie, psychodynamischer Therapie, systemischer Therapie, aber auch in Kontexten von Beratung oder Coaching.

 

In diesem Jahr können wir die gute Tradition eines hypnotherapeutischen Workshops Ende Juli in der Simssee Klinik mit Dr. Reinhold Bartl leider nicht fortführen. Als Leiter des Milton Erickson Instituts Innsbruck veranstaltet er eine sicherlich interessante Tagung vom 20.-22.07.2018 anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der MEG Innsbruck (Hypnosystemische Tagung: Begegnungen auf Augenhöhe www.mei-innsbruck.at )

 

1. Innere Systeme stärken – flow ermöglichen

Therapie bedeutet immer auch die Auseinandersetzung mit aktuellen und biographischen Belastungen sowie dysfunktionalen Mustern des Erlebens und Verhaltens. Neue und konstruktivere Wege zu beschreiten, setzt immer eine Aktivierung von Ressourcen voraus. Woltemade Hartmann versteht es in ganz besonderer Weise, ressourcenvolle Ego-States zu entdecken und dann auch so zu aktivieren, dass Flow-Zustände entstehen können. Er wird theoretisch darstellen, welche Aspekte der positiven Psychologie sich nutzen lassen. Der Workshop wird seine Intensität auch dadurch gewinnen, dass Woltemade Hartmann in einer Live-Demonstration darstellen wird, wie sich solche Ego States aktivieren lassen und dann gezielt zur Bewältigung, Stärkung und Stabilisierung des jeweiligen Systems konstruktiv genutzt werden können.

 

Workshop mit Dipl.-Psych. Dr. Woltemade Hartmann

Datum:            

 

Mittwoch, 09.05.2018           13:00 bis 17:00 Uhr

Tagungsbeitrag: 

 

100 Euro

Tagungsleitung:

 

Dipl.-Psych. Dr. Woltemade Hartmann 

Veranstaltungsort: 

Klinik ChiemseeWinkel, Seebruck, Seminarraum Palmengarten

 

Mit Dipl.-Psych. Woltemade Hartmann kommt einer der bekanntesten Hypnotherapeuten zu uns. Als Südafrikaner spricht er fließend Deutsch, er ist ein außerordentlich vielseitiger und kreativer Therapeut mit langjähriger klinischer Erfahrung im Bereich der Traumatherapie, Hypnotherapie und Ego-State-Therapie.

Seine Ausbildung im Bereich Ego-State hat er noch bei John Watkins abgeschlossen und u. a. die „TeileTagung“ in Heidelberg und im Februar 2013 den zweiten Weltkongress Ego-State-Therapie in Südafrika organisiert. Er ist Vorsitzender der internationalen Ego-State-Society und ein international gefragter Referent. 

18. Juli 2018 - 2. Übergewicht und süchtiges Verhalten – bis die Kontrolle zusammenbricht

Nur 5% der Menschen, die versuchen, abzunehmen, haben langfristig Erfolg. Viele versuchen, übermäßiges Essen zu kontrollieren. Das klappt allerdings nur so lange, bis die Kontrolle zusammenbricht. Einfache Symptombehandlung oder die Vorstellung, Übergewicht oder andere süchtige Verhaltensweisen könnten einfach weg-hypnotisiert werden, erweisen sich meist als Illusion. Doch wie entkommt der Betroffene dem Teufelskreis von Sucht/Gewichtszunahme, bestehend aus Übergewicht, Scham, Selbstabwertung, Kummer und schließlich dem Impulsdurchbruch als orale Befriedigung? Ortwin Meiss wird erläutern, wie Musterunterbrechungen erreicht werden können, um den Ausstieg aus einem Fehlverhalten zu ermöglichen. In einer Live-Demonstration wird er aufzeigen, wie durch „gezieltes Fragen“ der Betroffene selbst die dem Alltags-Ich verborgenen Gründe für sein Essverhalten findet und welche hypnotherapeutischen Ansätze für Menschen mit Übergewicht bzw. „Alltags-Süchten“ hilfreich sind.

Workshop mit Dipl.-Psych. Ortwin Meiss

Datum:            

 

Mittwoch, 18.07.2018

Tagungsbeitrag: 

 

100 Euro

Tagungsleitung:

 

Dipl.-Psych. Ortwin Meiss

Veranstaltungsort: 

Klinik St. Irmingard, Prien, Kleine Turnhalle

 

Ortwin Meiss ist Lehrtherapeut der Milton Erickson Gesellschaft und leitet das Milton Erickson Institut Hamburg. Er arbeitet in freier Praxis als Psychotherapeut und Trainer. Er ist Autor verschiedener Fachartikel und ein gefragter Referent. Ortwin Meiss ist auch ein sehr erfolgreicher Mentaltrainer für Spitzensportler, Konzepte der Hypnotherapie wendet er besonders kreativ, effizient und pragmatisch an, z. B. in seinem 2016 erschienenen Buch „Hypnosystemische Therapie bei Depression und Burnout“.

III IFA-Kongress „Brücken bauen" : Balint- und IFA-Gruppen im Dialog

15. - 17. Juni 2018 - IFA-Kongress „Brücken bauen": Balint- und IFA-Gruppen im Dialog

Die Interaktionelle Fallarbeit (IFA-Gruppe) versteht sich als das verhaltenstherapeutische Pendant zur Balintgruppenarbeit und bezieht sich bzgl. ihrer Entstehung klar auf diese Herkunft. In diesem Jahr darf die Abteilung Allgemeine Psychosomatik und Psychotherapie der Klinik St. Irmingard Gastgeber für den 3. IFA-Kongress sein. Die Organisation liegt in den Händen  der Deutschen Ärztlichen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DÄVT), deren Präsident Herr Chefarzt Dr. Christian Ehrig ist. Kooperationspartner sind das Institut für Verhaltenstherapie (IVT) in Lübben, das CIP München, das SBT Berlin und die IFA-Gesellschaft.

Der Kongress wird am Freitag mit zwei Vorträgen eröffnet. Herr Prof. Serge Sulz, der langjähriger Präsident der DÄVT und Herausgeber des ersten IFA-Lehrbuches ist, wird den Eröffnungsvortrag halten. Da es bereits seit mehreren Jahren  eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Balint-Gesellschaft (DBG) und der DÄVT gibt, haben wir den Präsidenten der Balintgesellschaft Herr PD Dr. Günther Bergmann aus Heidelberg für den zweiten Eröffnungsvortrag gewinnen können. Er wird  erstmalig im Rahmen eines IFA-Kongresses auch eine Balintgruppe anbieten.

Auf diese Kooperation zwischen 2 Verfahren, die sich auf verschiedene Psychotherapiemethoden beziehen, nimmt der Titel der Tagung Bezug. Insgesamt werden parallel mehrere IFA-Gruppen für Anfänger, Fortgeschrittene und die IFA-Gruppenleiterausbildung über die Dauer der Tagung hinweg angeboten. Eine Besonderheit dabei wird auch das sogenannte Großgruppenformat sein, bei dem man sowohl einer Balint- wie auch einer IFA-Gruppe beim Arbeiten zuschauen kann.

Am Samstag werden zwei weitere Vorträge sich mit der Integration der sogenannten 3-Welle-Verfahren der Verhaltenstherapie in die IFA-Gruppenarbeit beschäftigen, ein spannender Ansatz. In den von den jeweiligen Referenten angebotenen IFA-Gruppen gibt es genügend praktische Möglichkeiten, Erfahrungen mit der Integration von z.B. achtsamkeitsbasierten Interventionen in die IFA-Gruppenarbeit zu machen.

 

Datum:            

 

Freitag, 15.06. bis Sonntag, 17.06.2018

Tagungsleitung:

 

Dr. Christian Ehrig

Veranstaltungsort: 

Klinik St. Irmingard, Prien

 

 

Anmeldung nur über die DÄVT

 

Dr. Christian Ehrig ist Internist und Facharzt für Psychosomatik. Seine tiefenpsychologische Ausbildung hat er zusammen mit Prof. Henningsen und Prof. Herzog in Heidelberg erhalten. Er war viele Jahre als Leitender Oberarzt in der Klinik Roseneck tätig mit Schwerpunkten bei Essstörungen, Somatisierungs- und Borderline-Störungen. Zahlreiche Publikationen, Vorträge und Dozententätigkeit. Er ist Balintgruppenleiter und Präsident der Deutschen Ärztlichen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DÄVT). Seit Januar 2017 ist er Chefarzt der Abteilung Allgemeine Psychosomatik und Psychotherapie der Klinik St. Irmingard.

IV. Psychotherapie und Spiritualität

21. Februar 2018 - 1. Wie entsteht neues Denken und Veränderung?

Patienten mit schweren körperlichen oder psychischen Erkrankungen, aber auch Menschen mit Lebens- und Sinnkrisen, z.B. bei beruflichen Konfliktsituationen, fordern uns als Psychotherapeuten heraus. Existenzielle Fragen können in einer postmodernen Welt nicht mehr an Theologen oder Philosophen „wegdelegiert“ werden.

1. Wie entsteht neues Denken und Veränderung?

Patienten mit schweren körperlichen oder psychischen Erkrankungen, aber auch Menschen in familiären Krisen oder beruflichen Konflikten suchen bei uns als Psychotherapeuten Orientierung, Halt und Sinn. Deren bisherige Bewältigungsstrategien helfen oft nicht mehr weiter, neue Perspektiven öffnen sich noch nicht. Psychisch noch nicht zu leistende Umstellungen und heftige Widerstände verhindern den Durchbruch des Neuen. Wie aber kommt es zu identitätstransformativen Veränderungen, die mehr sind als nur Besserung und Restitution? Wie entstehen Räume des Nachdenkens? Wie ‚geht‘ der Prozessweg vom Wie-immer-schon zum ‚Noch-nicht‘? Wie entstehen Keime neuen Denkens und Erlebens angesichts der Diskontinuität und der Bruchlinien der Erfahrung ?

Der Workshop sucht  nach Antworten und den dahinterliegenden vertieften Fragen im Grenzbereich zwischen Psychoanalyse und Theologie, Psychotherapie und Spiritualität.

Workshop mit Dr. Lothar Katz

Datum:            

 

Mittwoch, 21.02.2018            13:00 bis 17:00 Uhr

Tagungsbeitrag: 

 

80 Euro

Tagungsleitung:

 

Dr. Lothar Katz

Veranstaltungsort: 

Simssee Klinik Bad Endorf, Raum Simssee

 

Dr. Lothar Katz ist Priester und Arzt. Er arbeitet in eigener psychotherapeutischer Praxis und in der Klinikseelsorge. Seminar- und Vortragstätigkeit im In- und Ausland. Lehraufträge an den Universitäten Tübingen und Freiburg.

13. Juni 2018 - 2. Spiritual Care und Psychosomatik

Spiritual Care hat sich im deutschen Sprachraum als Bezeichnung für die gemeinsame Sorge aller Gesundheitsberufe um existenzielle, religiöse und spirituelle Ressourcen, Bedürfnisse und Probleme kranker Menschen eingebürgert, zunächst innerhalb von Palliative Care, inzwischen aber auch in anderen medizinischen Fachgebieten wie Allgemeinmedizin, Psychiatrie und Psychotherapie. Wo liegen spezifische Spiritual Care Kompetenzen im Rahmen der Psychosomatik? Sind religiöse und spirituelle Prägungen und Einstellungen von Patienten / von Behandlern eher problematisch oder eher hilfreich?

Nach dem wissenschaftlichen Vortrags-Input wollen wir klinische Fälle im Hinblick auf spirituelle Fragestellungen gemeinsam diskutieren.

Workshop mit Prof. Dr. Eckhard Frick

Datum:            

 

Mittwoch, 13.06.2018              13:00 bis 17:00 Uhr

Tagungsbeitrag: 

 

90 Euro

Tagungsleitung:

 

Prof. Dr. Eckhard Frick

Veranstaltungsort: 

Klinik ChiemseeWinkel, Seebruck, Seminarraum Palmengarten

Prof. Frick hat Medizin, Philosophie und Theologie studiert. Er ist Arzt, Psychiater und FA für Psychosomatik, und auch Jesuit und Priester. Von 2010-2015 hatte er eine Forschungs-Professur an der LMU für die neue medizinische Disziplin „Spiritual care“. Er ist Autor zahlreicher Bücher und lehrt an der Psychosomatik Rechts der Isar.

V. Traumatherapie

11. April 2018 - 1. EMDR bei komplex traumatisierten Patienten

Traumakonfrontation wird bei komplexer PTBS sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Versorgung kaum angewandt, obwohl zunehmende wissenschaftliche Evidenz für hierdurch verbesserte Behandlungsergebnisse besteht. Darüber hinaus konnten klinische Befürchtungen, dass die Anwendung von EMDR bei komorbiden Störungen und Symptomen wie Persönlichkeitsstörungen, Halluzinationen, ausgeprägter Dissoziation, Selbstverletzungen generell riskant und daher kontraindiziert sei, in den letzten Jahren zunehmend als Mythen entlarvt werden. Umso drängender stellt sich die Frage, welche konkreten Schritte nötig sind, um auch „instabilen“ PatientInnen eine Verarbeitung traumatischer Erinnerungen zu ermöglichen. Die bei EMDR-Therapeuten in Deutschland noch wenig bekannten Konzepte von Jim Knipe, Dolores Mosquera und Anabel Gonzalez haben hierzu sehr interessante und  praxisnahe Ansätze gebracht, die über eine bilaterale Verankerung von Ressourcen hinausgehen.

Im Rahmen des Workshops sollen verschiedene Anpassungen der EMDR-Methode für die Arbeit mit komplexen Traumafolgestörungen  anhand von Fallbeispielen dargestellt und diskutiert werden. Diese Fortbildung ist für alle interessierten Kollegen offen, die Anwendung der adaptierten Methoden setzt jedoch eine EMDR-Ausbildung voraus.

Im Anschluss an den Workshop besteht auch die Möglichkeit der Supervision von EMDR bei komplex Traumatisierten im Einzel- oder Gruppensetting.

(Rückfrage hierzu und Anmeldung bei Dr. Heinz, zertifizierter Supervisor nach EMDRIA: p.heinz@st-irmingard.de)

 

Workshop mit Dr. Peter Heinz und Dipl.-Psych. Leonhard Kratzer

Datum:            

 

Mittwoch, 11.04.2018              13:00 bis 17:00 Uhr

Tagungsbeitrag: 

 

60 Euro

Tagungsleitung:

 

Dr. Peter Heinz

Veranstaltungsort: 

Klinik St. Irmingard, Prien, Gesellschaftsraum 3. Stock

 

Dr. Peter Heinz ist Psychiater und FA für Psychosomatik, er hat in der Klinik St. Irmingard die Abteilung Psychotraumatologie aufgebaut, die er auch als Chefarzt leitet. Er ist EMDR-Therapeut und EMDR-Supervisor (EMDRIA).

Dipl.-Psych. Leonhard Kratzer ist Leitender Psychologe in der Abteilung Psychotraumatologie, sein Forschungs-Schwerpunkt ist die differenzielle Prozess- und Ergebnisforschung in der Psychotraumatologie.

04. Juli 2018 - 2. Mehr als Chilischote und Eispacks: Skills zur Stresstoleranz und Emotionsregulation in der DBT

Die dialektisch-behaviorale Therapie nach Marsha Linehan bietet in ihrem Skills-Training ein breites Repertoire an Strategien im Umgang mit für unsere Patienten belastenden Situationen. In diesem Workshop werden die Strategien zur Stress-Toleranz, insbesondere Skills zum Annehmen von Realität und Verantwortung und die Skills zur Emotionsregulation vorgestellt.

 

Workshop mit Priv.-Doz. Dr. Anne Dyer 

Datum:            

 

Mittwoch, 04.07.2018           14:00 bis 18:00 Uhr 

Tagungsbeitrag: 

 

100 Euro

Tagungsleitung:

 

Priv.-Doz. Dr. Anne Dyer

Veranstaltungsort: 

Klinik St. Irmingard, Prien, Kleine Turnhalle

Priv.-Doz. Dr. Anne Dyer ist langjährige Mitarbeiterin in der Abteilung von Prof. Dr. Bohus am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, von 2011-2016 Leitende Psychologin am Otto-Selz-Institut Universität Mannheim, seit 2016 Leitung des Ausbildungsganges Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit. Forschungs-Schwerpunkte und Veröffentlichungen u.a. zu DBT-PTBS und Wahrnehmung des Körpers bei schweren Traumafolgestörungen.

3. EMDR - wichtige Informationen

Auch in diesem Jahr besteht wieder die Möglichkeit, an EMDR-Supervisions-Gruppen von Dr. Peter Heinz teilzunehmen. Leider können wir in diesem Jahr nicht wieder einen EMDR-Ausbildungskurs in der Simssee Klinik anbieten, da unser Kooperationspartner, das EMDR-Institut in Bergisch Gladbach, derzeit personell nicht gleichzeitig einen Kurs in München und einen Kurs in Bad Endorf bewältigen kann. Wir sind aber zuversichtlich, in ein oder zwei Jahren wieder einen EMDR-Ausbildungskurs in Bad Endorf anbieten zu können.

Informationen zu EMDR Level 1- und 2-Kursen z.B. auch in München finden Sie auf der homepage des EMDR-Instituts www.emdr-institut.de.

VI. Beziehung und Persönlichkeit

1. Workshop „Verzeihen und Versöhnung nach familiärer Traumatisierung“ 1998 von Prof. Terry Hargrave

Prof. Terry Hargrave hat 1998 bei uns den ersten Workshop „Verzeihen und Versöhnung nach familiärer Traumatisierung“ abgehalten. In diesem Jahr wollten wir eigentlich das 20-jährige Jubiläum einer sehr erfolgreichen Zusammenarbeit feiern. Nach der „Neuen Kontextuellen Therapie“ hat Terry Hargrave das neue Konzept der „Restoration Therapy“ RT (Heilen von Beziehungen) entwickelt. Inzwischen hat er ein flächendeckendes Netz von RT-Therapeuten in den USA aufbauen können und zusätzlich den Vorsitz des Lehrstuhls Marriage and Family Therapy am Fuller Institut in Pasadena bei Los Angeles übernommen. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr den ersten lizensierten RT (Heilen von Beziehungen) Paar- und Familientherapie-Workshop in Deutschland werden anbieten werden können und dann auch das 20-jährige Jubiläum nachfeiern können.

25. April 2018 - 2. Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen

Patienten mit Persönlichkeitsstörungen sind eine besondere Herausforderung in jedem therapeutischen Setting. Die Diagnose Persönlichkeitsstörung sollte weder „aus dem Bauch heraus“ gestellt werden noch aus Angst vor möglicher Stigmatisierung „unter den Tisch fallen“.

Im Workshop werden wichtige Fallstricke, aber auch praktische Leitlinien der Persönlichkeitsstörungs-Diagnostik nach ICD-10 dargestellt.

Im Mai 2018 soll das ICD-11 erscheinen, das wesentliche Neuerungen im Bereich der Persönlichkeitsstörungs-Kategorien bringen wird. Skizziert wird das neue zweistufige Beurteilungssystem: Erstens eine pauschale Schweregradsbeurteilung von Persönlichkeitsgestörtheit und zweitens (optional) die Einstufungsbeurteilung bezogen auf fünf Persönlichkeitsdimensionen (neurotizistisch, zwanghaft, impulsiv, antisozial (unverträglich) und detached). Auch auf wissenschaftliche Vorläufer dieses Beurteilungssystems wird eingegangen.

 

Workshop mit Dipl.-Psych. Dr. Robert Mestel

Datum:            

 

Mittwoch, 25.04.2018             13:00 bis 17:00 Uhr

 

 

90 Euro

Tagungsleitung:

 

Dipl.-Psych. Dr. Robert Mestel

Veranstaltungsort: 

Klinik St. Irmingard, Prien, Kleine Turnhalle

Dipl.-Psych. Dr. Mestel hat in Konstanz Psychologie studiert. 2001 Promotion in Ulm zur Spezifität von Bindungsmustern, er ist seit 1999 approbierter Psychologischer Psychotherapeut (Verhaltenstherapie), Ausbilder und Supervisor. Seit 1993 Leiter der Abteilung Forschung und Qualitätssicherung an der Helios-Klinik Bad Grönenbach. Arbeitsschwerpunkte: Psychotherapie-Forschung Persönlichkeitsstörungen, Qualitätssicherung und Bindungstheorie, ca. 100 nationale/internationale Publikationen auch zum Thema Persönlichkeitsstörungen.

10. Oktober 2018 - 3. Übertragung und Gegenübertragung im traumatherapeutischen Prozess Workshop mit Dipl.-Psych. Michaela Huber

Menschen, die frühe und langjährige Traumatisierungen erlebt haben, stoßen in Beziehungen entweder häufig den „Bindungsschrei“ aus („Du musst jetzt SOFORT helfen“) oder ziehen sich nach leichter Kränkung zutiefst verletzt zurück. Manche erleben uns Helfende als potenzielle neue Täter/-innen, andere tun alles, um uns zu 100% unter Kontrolle zu halten. Von manchen fühlen wir uns mit ihren Selbstverletzungs- und Suizid-Drohungen erpresst, andere halten ihre Verzweiflung so unter der Decke, dass wir sie möglichst gar nicht bemerken sollen, einige können nicht trauern und brechen Beziehungen eher „mit einem Knall“ ab.

Andere bemühen sich aufs Äußerste, uns einen Gefallen nach dem anderen zu tun und viele machen dies alles. Dies erfolgt im Bemühen, den so nahen therapeutischen Prozess irgendwie für sich regulieren zu können – mit den Mitteln, die sie in chaotischen und zerstörerischen Beziehungen gelernt haben, d.h. bindungstraumatisierte Klient/-innen können auch uns an unsere Grenzen bringen.

Möglicherweise hilft es, wenn wir lernen, aufrichtig mit uns zu sein, uns nicht zu schämen, wenn wir auch einmal nicht weiter wissen. Denn es könnte sein, dass genau das die therapeutische Situation weiterbringt. Bindungskonflikte zwischen uns und den Klienten sind also nicht lästige Nebenerscheinungen – sondern manchmal entscheidend für die Persönlichkeitsentwicklung der Klientin. Und unsere eigene. 

Workshop mit Dipl.-Psych. Michaela Huber

Datum:            

 

Mittwoch, 10.10.2018   14:00 bis 18:00 Uhr

Tagungsbeitrag: 

 

100 Euro

Tagungsleitung:

 

Dipl.-Psych. Michaela Huber

Veranstaltungsort: 

Klinik St. Irmingard, Prien, Kleine Turnhalle

 

Frau Dipl.-Psych. Michaela Huber ist psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin und Ausbilderin in Traumabehandlung. Sie ist Mitbegründerin des Zentrums für Psychotraumatologie in Kassel. Als erste Vorsitzende der deutschen Sektion der ISSD (International Society for the study of dissociation) wurde sie 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz und auch international für ihre Verdienste auf dem Gebiet der Forschung und Fortbildung zum Thema der schweren posttraumatischen und dissoziativen Störungen geehrt. Wichtige Veröffentlichungen sind u.a.: „Multiple Persönlichkeiten“ sowie das zweibändige Lehrbuch „Wege der Traumabehandlung“. In Deutschland ist sie Gründerin der Deutschen Gesellschaft für Trauma- und Dissoziation. 2013 durften wir den Jahreskongress der DGTD in der Simssee Klinik Bad Endorf mit Satellitensymposium in der Klinik St. Irmingard Prien abhalten.

12. Oktober 2018 - 4. Mind-Control und Deprogrammierung – ein Praxiskurs Workshop mit Dipl.-Psych. Michaela Huber

Viele schwerst und langjährig traumatisierte Menschen wurden von Tätern nicht nur körperlich gequält, sondern sie wurden regelrecht auf Gehorsam trainiert.

Menschen aus organisierter Ausbeutung und Zwangsprostitution sowie aus destruktiven Kulten und anderweitig ideologisch gebundenen Tätergruppen sowie Kindersoldaten sind eine besonders schwierige Klientel, weil ihnen der innere Ausstieg aus der Bindung zu den Tätern schwerfällt, selbst wenn sie äußerlich in Sicherheit sind. Sie bestrafen sich dann selbst bei Ungehorsam gegenüber der Gruppe, reagieren wie ferngesteuert und mit posthypnotischen Suggestionen, die am Alltags-Ich vorbei die Täter-Gebote wieder etablieren sollen.

Was tun, wenn unsere KlientIn solch einen Hintergrund hat? Sie oder er wird jedenfalls beteuern, und zwar zurecht, dass sie/er äußere Hilfe benötigt, um sich von den inneren Fesseln zu befreien. Eine Handreichung für die Praxis mit dem Ziel, die sogenannten Programme, die nichts weiter sind als Ergebnisse systematischer Mind Control-Trainings, aufzulösen und der KlientIn zu ermöglichen, eigene Entscheidungen über sich treffen zu können.  

Workshop mit Dipl.-Psych. Michaela Huber

Datum:            

 

Freitag, 12.10.2018   10:30 bis 18:00 Uhr

Tagungsbeitrag: 

 

130 Euro

Tagungsleitung:

 

Dipl.-Psych. Michaela Huber

Veranstaltungsort: 

Klinik St. Irmingard, Prien, Gesellschaftsraum 3. Stock

Frau Dipl.-Psych. Michaela Huber ist psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin und Ausbilderin in Traumabehandlung. Sie ist Mitbegründerin des Zentrums für Psychotraumatologie in Kassel. Als erste Vorsitzende der deutschen Sektion der ISSD (International Society for the study of dissociation) wurde sie 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz und auch international für ihre Verdienste auf dem Gebiet der Forschung und Fortbildung zum Thema der schweren posttraumatischen und dissoziativen Störungen geehrt. Wichtige Veröffentlichungen sind u.a.: „Multiple Persönlichkeiten“ sowie das zweibändige Lehrbuch „Wege der Traumabehandlung“. In Deutschland ist sie Gründerin der Deutschen Gesellschaft für Trauma- und Dissoziation. 2013 durften wir den Jahreskongress der DGTD in der Simssee Klinik Bad Endorf mit Satellitensymposium in der Klinik St. Irmingard Prien abhalten.

09. November 2018 - 5. Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik, OPD-2 Kompaktkurs mit Prof. H. Schauenburg

Das Erscheinen der OPD im Jahr 1996 stellte sicherlich einen Meilenstein dar, eine gemeinsame Sprache für psychodynamisch arbeitende Therapeuten zu finden.

Die 2006 erschienene OPD-2 wird ständig weiterentwickelt, aktuell z. B.  für die Bereiche Forensik und Sucht. Die OPD wird zunehmend auch zur Therapiesteuerung und Therapieevaluation genutzt. Bei Begutachtungen, Psychotherapieanträgen für die Krankenkassen etc. wird die OPD als weitgehend selbstverständlich vorausgesetzt.

Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der OPD sollen v. a. die Konflikt- und Strukturachse anhand von Fallvignetten erarbeitet werden. Im Zentrum des Workshops wird wieder ein ausführliches Live-Interview stehen. Das gemeinsame Besprechen der Interview-Ratings und der regelmäßige Brückenschlag zur klinischen Praxis werden den Workshop sicherlich wieder spannend und lebendig machen.

 

Workshop mit Prof. H. Schauenburg

Datum:            

 

Freitag, 09.11.2018               10:00 bis 18:00 Uhr

Samstag, 10.11.2018            09:00 bis 17:15 Uhr

Tagungsbeitrag: 

  

160 Euro

Tagungsleitung:

 

Prof. H. Schauenburg

Veranstaltungsort: 

Simssee Klinik Bad Endorf, Raum Simssee

 

Prof. Dr. Henning Schauenburg ist Nervenarzt und Psychoanalytiker, er war langjährig leitender Oberarzt der Psychosomatischen Universitätsklinik Göttingen. Seit 2006 ist er stellvertretender ärztlicher Direktor der Universitätsklinik Heidelberg. Er ist seit Jahren Ausbildungsreferent und Mitglied im Koordinationsrat des Arbeitskreises OPD. Seine Forschungsschwerpunkte sind die klinische Bindungsforschung, Psychotherapie der Depression, Psychokardiologie, Psychotherapie-Ergebnisforschung und Prozessdarstellung in der stationären Psychotherapie, wozu er einen sehr interessanten Fragebogen entwickelt hat. Seit 2006 ist er Mitherausgeber der einzigen Therapieschulen-übergreifenden Fachzeitschrift: „Psychotherapie im Dialog“, 2014-2016 war er Fachvertreter der DGPM und Co-Autor der neu überarbeiteten, für uns Psychotherapeuten klinisch relevanten S3-Leitlinie „Depression“.

VII Seminarreihe „Das Synergetische Navigationssystem SNS“

1. Seminarreihe „Das Synergetische Navigationssystem SNS“ Fortbildungsreihe in Salzburg und Seebruck mit Prof. Dr. Günter Schiepek
  • Monitoring und Steuerung von Veränderungsprozessen in Psychotherapie und Beratung
  • Zertifizierungslehrgang "Synergetisches Prozessmanagement" unter Anwendung des Synergetischen Navigationssystems (SNS)

Die Gestaltung und Förderung von Veränderungsprozessen in Beratung, Organisationsentwicklung und Psychotherapie stellen uns vor besondere Herausforderungen. Solche Prozesse sind weder einfach vorhersehbar noch intentional steuerbar. Gleichzeitig sind mehrere Systemebenen zu berücksichtigen und die Informationen von gestern sind nicht selten heute schon überholt. Die Komplexitätswissenschaften liefern in dieser Situation geeignete Verständnisgrundlagen sowie Methoden, um die Eigendynamik von Selbstorganisationsprozessen wirkungsvoll zu unterstützen, zu gestalten und zu evaluieren.

In dieser Weiterbildung werden die hierfür notwendigen Kompetenzen vermittelt. Verständnis und Modellierung komplexer Systeme kann heute als Schlüsselkompetenz in vielen Disziplinen und Anwendungsfeldern gelten (Systemkompetenz). Inzwischen stehen auch Technologien zur Verfügung, um Veränderungsprozesse auf der Höhe des Geschehens abzubilden. Insbesondere Monitoring-Systeme und ihre Einsatzmöglichkeiten zur Prozessbegleitung und –gestaltung werden vorgestellt. Die Integration von Datenerfassung, Datenanalyse und Visualisierung ermöglicht dabei ein optimales Feedback.

Mögliche Anwendungsfälle sind Psychotherapie, Beratung/Coaching sowie in Team- und Organisationsentwicklung. Technologien des Real-Time Monitoring liefern eine valide Basis für Mikroentscheidungen im Prozess, für kooperative Feinsteuerung und für die Evaluierung.

Prof. Dr. Dr. Günter Schiepek ist Professor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, sowie an der LMU München. Gastprofessor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und an der Donau Universität Krems, sowie Leiter des Instituts für Synergetik und Psychotherapieforschung an der PMU Salzburg. Er ist wissenschaftlicher Beirat zahlreicher Institute, Verbände und Fachzeitschriften, er hat 20 Bücher und etwa 150 auch internationale Beiträge in Zeitschriften und Büchern publiziert

 

 

Monitoring und Steuerung von Veränderungsprozessen in Psychotherapie und Beratung

 

Zertifizierungslehrgang

 

Adressaten:  

Ärzte/-innen, Psychologen/-innen, Psychotherapeuten/-innen, Berater/-innen, arbeits- und Organisationspsychologen/-innen, Verantwortliche für Organisationsentwicklung

Veranstalter:

Institut für Synergetik und Psychotherapieforschung, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg

In Kooperation mit:

Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste

Center for Complex Systems

salzburg.academy

Klinik ChiemseeWinkel Seebruck

Kursleitung und Referenten:

Univ.-Prof. Dr. Günter Schiepek, Mag. Helmut Schöller, Msc., Dipl.-Psych. Yvonne Hülsner, Dipl.-Psych. Leonhard Kratzer

 

 

Modul

Termine 2018

Ort

1

Donnerstag, 22. Februar, 9h-19h

Freitag, 23. Februar, 9h-17h

Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg, Strubergasse 21

2

Donnerstag, 15. März, 9h-19h

Freitag, 16. März, 9h-17h

Klinik ChiemseeWinkel, Seebruck am Chiemsee, Römerstr. 17

3

Donnerstag, 26. April, 9h-19h

Freitag, 27. April, 9h-17h

Klinik ChiemseeWinkel, Seebruck am Chiemsee, Römerstr. 17

4

Donnerstag, 7. Juni, 9h-19h

Freitag, 8. Juni, 9h-17h

Klinik ChiemseeWinkel, Seebruck am Chiemsee, Römerstr. 17

5

Donnerstag, 20. September, 9h-19h

Freitag, 21. September, 9h-17h

Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg, Strubergasse 21

 

 

Kosten:  

2.000 Euro (inkl. USt.). Die Teilnahmegebühr schließt die Nutzung des Synergetischen Navigationssystems (SNS) über einen zeitraum von einem Jahr ein.

Anmeldung:  

Online auf www.salzburg.academy/node/88
E-mail
an synergeticssalzburgacademy 

 

 

 



Weiterbildungsermächtigung für Ärzte (m/w)

Weiterbildungsermächtigung Klinik St. Irmingard GmbH in Prien am Chiemsee

Psychosomatik
3 Jahre Psychosomatik
6 Monate Psychiatrie
Onkologie
18 Monate Innere Medizin
Kardiologie
18 Monate Innere Medizin