
Fachbereich Psychosomatik - Fortbildungen 2012
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
für das neue Jahr 2012 darf ich Ihnen privat und beruflich alles Gute und natürlich Gesundheit wünschen.
Wieder liegt mit dem Jahr 2011 ein ereignisreiches Jahr hinter uns. Neben aus überwiegend erfreulichen Anlässen erfolgten personellen Fluktuationen, galt es eine Vielfalt von bürokratischen Hürden zu überspringen. Nach 1½ Jahren mit MDK-Prüfung und Konzeptprüfungen, verschiedensten Sitzungen etc.,haben wir dann im Dezember unser „Weihnachtsgeschenk“ bekommen, die Genehmigung für die Errichtung einer zusätzlichen, 12 Betten umfassenden Traumaspezialstation.
Wir entwickeln unser therapeutisches Angebot z. B. für depressive Patienten kontinuierlich weiter, unser störungsspezifisches Behandlungsangebot für Traumapatienten ist inzwischen aus unserem Therapiealltag nicht mehr wegzudenken und es freut mich zu sehen, wie die Vernetzung der traumatherapeutisch interessierten Kollegen über Intervision Traumanetzwerke (Kreis Rosenheim und München), etc. voranschreitet. Zur offiziellen Eröffnung unserer neuen Traumaspezialstation, voraussichtlich im Juli 2012 werden Sie natürlich angeschrieben und eingeladen werden. Auch in diesem Jahr ist es uns wieder gelungen, prominente Referenten zu praxisrelevanten Themen zu gewinnen.
Für mich selbst sind unsere Fortbildungen immer eine schöne Gelegenheit, die Begegnung und den kollegialen Austausch zwischen unseren stationären Behandlerteams und Ihnen als Niedergelassenen zu pflegen.
Ich würde mich freuen, Sie bald wieder bei uns in der Klinik St. Irmingard begrüßen zu dürfen.
Dr. med. F. Pfitzer
Arzt für Neurologie und Psychiatrie
Arzt für Psychotherapeutische Medizin
Chefarzt der Fachabtlg. f. Psychosomatik und Psychotherapie
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- "Leben und Tod - Trauer als Ressource in der Psychosomatik- mit Dipl.Psych. Woltemade Hartmann - 07.03.2012
- "Das bipolare Prinzip der Psychotherapie: Über die Arbeit mit Ressourcen" mit Prof. Dr. Reinhard Plassmann - 18.04.2012
- "EMDR Fortgeschrittenen Supervisionsseminar (Voraussetzung Level 2 Kurs)" mit Dr. Ulrike Beckrath-Wilking - 27.06.2012 und 24.10.2012
- "Schuld und Schuldgefühle" mit Dipl. Psych. Ortwin Meiss - 11.07.2012
- "Restoration Therapy - Ein neuer Weg der Integration von Einsicht und Einüben von neuen Verhaltensmustern" mit Prof. Terry D. Hargrave - 14.09.2011
- EMDR Supervisionskurs (Voraussetzung Level1) - mit Dr. Ulrike Beckrath-Wilking - 25.01., 14.03., 27.06., 24.10.2012
- "Praxistag Restoration Therapy - Heilen von Beziehungen" mit Prof. Terry D. Hargrave - 21.09.2012
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Anmeldung für die Fortbildungsveranstaltungen:
Klinik St. Irmingard
Psychosomatische Abteilung
Chefarzt Dr. Franz Pfitzer
Osternacher Str. 103
83209 Prien am Chiemsee
Tel.: 08051 607-573
Fax: 08051 607-775
Anmeldefax für Seminare (als PDF downloaden)
1. Leben und Tod – Trauer als Ressource in der Psychotherapie
Workshop mit Dipl.Psych. Woltemade Hartmann, Südafrika
Zeit : Mittwoch, 7. März 2012 13.00 Uhr bis 18.000 Uhr
Ort: Gesellschaftsraum, Klinik St. Irmingard, Prien am Chiemsee
Tagungsbeitrag: 90 Euro
Mit Woltemade Hartmann kommt wieder einer der bekanntesten Hypnotherapeuten zu uns. Als Südafrikaner spricht er fließend deutsch, er ist ein außerordentlich versierter vielseitiger und kreativer Therapeut mit langjähriger klinischer Erfahrung im Bereich Traumatherapie, Hypnotherapie und Ego-State-Therapie. Seine Ausbildung im Bereich Ego-State hat er noch bei John Watkins abgeschlossen und u.a. 2010 den Weltkongress Ego-State-Therapie in Südafrika und die „Teile-Tagung“ im November 2011 in Heidelberg organisiert. Nachdem wir im letzten Jahr einen sehr interessanten Workshop mit Roland Kachler zum Thema „Trauer und Verlust“ erlebt haben, wird Woltemade Hartmann dieses schwierige, aber für jeden von uns sowohl persönlich als auch in der klinischen Arbeit relevante Thema aus der Ego-State und Hypnotherapie-Perspektive heraus bearbeiten.
Zusammenfassung:
Leben und Tod – und was kommt danach?
Du wirst immer in meinem Herzen sein: Trauer als Ressource in der Psychotherapie
Traditionelle Interventionsstrategien, die Klienten helfen traumatische Trauer-Reaktionen zu überwinden, haben in der Vergangenheit keine erfolgreichen Behandlungsergebnisse erzielt. Häufig sind Affekt-Dysregulation und andere zentrale Symptome einer akuten Stressstörung und PTBS das Ergebnis dissoziativer Reaktionen, die bei der Verarbeitung des traumatischen Verlusts entstehen.
Dieser Workshop legt seinen Fokus darauf, wie Trauer als Ressource definiert und als Ich-stärkende Methode verwendet werden kann, um die zuvor erwähnten Symptome zu überwinden. Ego-State-Therapie hat sich als eine erfolgreiche Methode erwiesen, die Abkapselung und Umwandlung negativer Emotionen rasch zu erleichtern, und Verstorbene als eine innere Ressource für die Zukunft zu integrieren. Der Workshop wird die Möglichkeit einer Live-Demonstration beinhalten.
Veranstaltungsinfo (als PDF downloaden)
2. Das bipolare Prinzip der Psychotherapie: Über die Arbeit mit Ressourcen
Workshop mit Prof. Dr. Reinhard Plassmann, Bad Mergentheim
Zeit: Mittwoch, 18. April 2012 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Ort: Gesellschaftsraum, Klinik St. Irmingard, Prien am Chiemsee
Tagungsbeitrag: 80 Euro
Prof. Dr. Reinhard Plassmann ist Nervenarzt und psychotherapeutischer Mediziner, Lehranalytiker sowie Trauma- und EMDR-Therapeut. Vielfältige Publikationen, zuletzt 2010 „Die Kunst des Lassens“ über stationäre Traumatherapie und die systematische Nutzung von Ressourcen. Prof. Plassmann ist Ärztlicher Direktor des Psychotherapeutischen Zentrums Kitzberg-Klinik Bad Mergentheim.
Zusammenfassung:
Die Psychotherapieforschung (u. a. Grawe) belegt eindeutig, wie hilfreich und wirkungsvoll Ressourcenaktivierung für gute Therapieergebnisse ist. Prof. Plassmann hat das systemische Konzept der Selbstorganisation in sehr stringenter Weise genutzt, um ein handhabbares Konzept zu entwickeln, wie Ressourcen optimal genutzt werden können. Ressourcen sind nur wirksam, wenn sie gegenwärtig, emotional präsent und optimal fokussiert sind. Neben den vor allem aus der Traumatherapie bekannten Standard-Ressourcen wie Imagination, Innere Helfer oder Tresortechnik hat Prof. Plassmann besonderen Fokus auf dynamische Ressourcen gelegt, die im Kontakt mit emotionalem Belastungsmaterial spontan auftauchen als Elemente des Heilungsschemas. Im Seminar wird die Wahrnehmung für diese subtilen aber hoch bedeutsamen Prozesse geschult und in ein umfassendes Konzept der Wirkung von Ressourcen im Therapieprozess eingebettet.
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3. Schuld und Schuldgefühle
Workshop mit Dipl.Psych. Ortwin Meiss, Hamburg
Zeit : Mittwoch, 11. Juli 2012 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Ort: Gesellschaftsraum, Klinik St. Irmingard, Prien am Chiemsee
Tagungsbeitrag: 80 Euro
Ortwin Meiss ist Lehrtherapeut der Milton Erickson Gesellschaft und leitet das Milton Erickson Institut Hamburg. Er arbeitet als freier Praxis als Psychotherapeut und Trainer. Er ist Autor verschiedener Fachartikel und ein gefragter Referent. Ortwin Meiss ist auch ein sehr erfolgreicher Mentaltrainer für Spitzensportler, bei den Jahrestagungen „Mentales Stärken“ 2010 und der „Teile-Tagung“ in Heidelberg im November 2010 war er einer der Hauptreferenten.
Zusammenfassung:
Schuldgefühle können permanenten Stress und Überforderung, Schlaflosigkeit und sexuelle Störungen auslösen, ein wesentlicher Grund für Schwellenängste, Zwänge und soziale Ängste sein und Genussunfähigkeit, Selbstboykott und Erfolglosigkeit zur Folge haben. Schuldgefühle erweisen sich zudem oft als ausgesprochen hartnäckig gegenüber therapeutischen Veränderungsversuchen. Die betroffenen Klienten sehen zwar ein, dass sie nicht schuld sind, das ändert jedoch oft wenig an den Gefühlen und Verhaltensmustern.
In diesem Workshop werden hypnotherapeutische Strategien und Methoden vorgestellt, die auf eine schnelle und elegante Weise tief greifende Veränderungen und neue Sichtweisen des Klienten ermöglichen. Es wird auch erläutert, wie man mit Klienten arbeitet, die sich wirklich schuldig gemacht haben. Darüber hinaus wird ein genaues Verständnis über die Entstehung von Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen angestrebt, wobei entwicklungspsychologisches und familientherapeutisches Wissen integriert wird. Verschiedene Formen der Schuld und der Versuche, mit ihnen umzugehen und sie zu kompensieren, werden beschrieben. Der Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung, sowie zwischen verzeihen und die Schuld streichen wird deutlich gemacht.
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4. EMDR Fortgeschrittenen Supervisionsseminar
(Voraussetzung Level 2 Kurs)
mit Frau Dr. Ulrike Beckrath-Wilking
1.Termin : Mittwoch, 27. Juni 2012 16.45 Uhr bis 20.00 Uhr
2.Termin: Mittwoch, 24. Oktober 2012 13.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Ort: Raum Fraueninsel, Klinik St. Irmingard, Prien am Chiemsee
Tagungsbeitrag: jeweils 80 Euro
In der Supervision ist Raum für Fragen der Diagnostik, Behandlungsplanung und Modifikationen der Behandlungstechnik gerade bei komplexen und schwierigen Fällen. Voraussetzung zur Kursteilnahme sind klinische Erfahrungen mit EMDR und ein absolvierter Level 2 Kurs.
Frau Dr. Beckrath-Wilking ist Nervenärztin und Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin. Sie ist Dozentin und Supervisorin in Traumatherapie (besonders PITT n. Reddemann) und EMDR Supervisorin. Sie hat 20 Jahre lang als Oberärztin die Psychotherapiestation in Haus 2 des BKH Haar geleitet und ist nun in München niedergelassen. Sie leitet das Traumainstitut Süddeutschland in München, mit dem eine gute Kooperation besteht.
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5. EMDR Supervisionskurs
(Voraussetzung Level 1 Kurs)
Erfreulicherweise können wir in diesem Jahr erstmals einen Level 2 EMDR Kurs in der Simssee Klinik Bad Endorf anbieten (28.09. bis 30.09.2012), s. Fortbildungen Simssee Klinik, Anmeldung ausschließlich über info@emdr-institut.de)
Aber auch bereits nach dem Level 1 Kurs haben Sie genug Kenntnisse der Methodik, um diese auch praktisch einsetzen zu können. Praktische Erfahrung und Übung sind beim EMDR genauso wie sonst im Leben durch nichts zu ersetzen. Die Rückmeldungen der Patienten, wie hilfreich und entlastend EMDR Konfrontationsbehandlungen bei Trauma, Ängsten und anderen Störungen sind, sollte uns ermuntern, unseren Patienten diese wirkungsvolle Behandlung auch zukommen zu lassen. Wir freuen uns daher, dass wir wieder Frau Dr. Ulrike Beckrath-Wilking als EMDR-Supervisorin gewinnen konnten.
1. Termin: Mittwoch, 25. Januar 2012 13.00 Uhr bis 16.15 Uhr
oder 16.45 Uhr bis 20.00 Uhr
2. Termin: Mittwoch, 14. März 2012 13.00 Uhr bis 16.15 Uhr
oder 16.45 Uhr bis 20.00 Uhr
3. Termin: Mittwoch, 27. Juni 2012 13.00 Uhr bis 16.15 Uhr
4. Termin: Mittwoch, 24.Oktober 2012 16.45 Uhr bis 20.00 Uhr
Ort: Raum Fraueninsel, Klinik St. Irmingard, Prien am Chiemsee
Tagungsbeitrag: jeweils 80 Euro
Im Vordergrund stehen praktische Erfahrungen im Einsatz von EMDR, Fragen zur Indikation und Behandlungstechnik.
Eigene Behandlungserfahrungen und 20 Supervisionsstunden sind Voraussetzung für die Teilnahme am Level 2 Kurs, dieser endet dann mit der Zertifizierung als EMDR Therapeut.
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6. Praxistag Restoration Therapy – Heilen von Beziehungen
Workshop mit Prof. Terry D. Hargrave, Los Angeles
Zeit : Freitag, 21. September 2012 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Ort: Gesellschaftsraum, Klinik St. Irmingard, Prien am Chiemsee
Tagungssprache Deutsch (Englisch mit konsekutiver Übersetzung)
Tagungsbeitrag: 90 Euro
Prof. Terry Hargrave ist einer der führenden amerikanischen Familientherapeuten und Prof. für Paar- und Familientherapie an der renommierten Fuller Seminary University, Los Angeles. Er hat 11 Bücher und zahlreiche Publikationen veröffentlicht. Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte sind die Weiterentwicklung des kontextuellen Ansatzes, Psychotherapie mit Tätern und Opfern, Paartherapie und Psychotherapie im Alter. Unser neues Buch „Restoration Therapy: Understandig and Guiding Healing in Marriage and Family Therapy“ ist im Mai 2011 auf Englisch erschienen, ich hoffe, dass es bald auch eine deutsche Fassung geben wird.
Zusammenfassung:
Die Forschung belegt sehr eindeutig, dass die Einsicht in die Genese destruktiver Beziehungsmuster (z. B. Mehrgenerationen-Perspektive) diese noch nicht verändert. Therapieansätze die an Kommunikations- oder Verhaltensmustern ansetzen, können in den kritischen Situationen von höherem Stress, Konfliktgesprächen, etc. zumeist gerade nicht genutzt werden. Die moderne Neurobiologie öffnet uns mit dem Modell der Emotionsregulierung ein sehr viel besseres Verständnis darüber, wie sich destruktive Beziehungsmuster „automatisieren“. Terry Hargrave hat einen neuen sehr wirkungsvollen Therapieansatz entwickelt, der psychodynamisches Verstehen und das Einüben von neuen Verhaltensmustern durch ein verändertes Selbstkonzept und neue Beziehungserfahrungen integriert. An Fallbeispielen soll sehr konkret geübt werden, wie Restoration Therapy tiefe Einsicht vermitteln und in wirkungsvoller Weise Veränderung induzieren kann.
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Veranstaltungsleitung
Dr. med. F. Pfitzer Tel. 08051 / 607 - 573
Arzt für Neurologie und Psychiatrie Fax 08051 / 607 -775
Arzt für Psychotherapeutische Medizin email: f.pfitzer@st-irmingard.de
Chefarzt der Fachabteilung für
Psychosomatik und Psychotherapie
Klinik St. Irmingard Prien
Klinik St. Irmingard GmbH
Osternacher Str. 103
83209 Prien am Chiemsee
Telefon: 08051 607-0
Telefax: 08051 607-562
E-Mail: info@st-irmingard.de
Internet: www.st-irmingard.de





