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Fortbildungsakademie für Experten:innen

Aus der Praxis für die Praxis | Von Experten:innen für Experten:innen

Die Fortbildungsakademie der Klinik für Psychotraumatologie setzt es sich zum Ziel, praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Fortbildungsveranstaltungen zu allen Teilgebieten der Psychotraumatologie anzubieten.

Die Fortbildungsakademie bietet Vorträge, Seminare und Workshops zu aktuellen Themen der Psychotraumatologie an, der Schwerpunkt liegt auf digitalen Fortbildungen. Mit diesen möchten wir ein Forum schaffen, in dem Sie sich bequem von zuhause aus mit den brennendsten Fragen und den spannendsten Entwicklungen der Psychotraumatologie in Klinik und Forschung auseinandersetzen können. Dazu möchten wir Ihnen gerne viele der renommiertesten Expert:innen der Psychotraumatologie präsentieren.

Alle Fortbildungen sind über die bayerische Psychotherapeutenkammer oder Ärztekammer zertifiziert, so können Sie nebenbei ganz einfach Fortbildungspunkte sammeln. Die Bestätigung erhalten Sie im Anschluss zugesandt.


Unser Fachflyer "Fortbildungsakademie Psychotraumatologie"

Alles Wichtige zusammengefasst und auf einen Blick | Für Sie zum Download!


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Sexualisierte Gewalt durch Frauen: Betroffene und Täterinnen.

Inhalt | Erfahrungen sexualisierter Gewalt in der Kindheit ziehen schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich, die in die Entwicklung psychischer Störungen wie einer posttraumatischen Belastungsstörung, einer depressiven Episode oder einer Psychose münden können. Dabei spielen neben den Übergriffen selbst eine Vielzahl von Einflussfaktoren wie fehlende soziale Unterstützung oder Stigmatisierung eine Rolle. Beforschung und Behandlung der Folgen sexualisierter Gewalt fokussieren meist auf die Konstellation eines männlichen Täters und einer weiblichen Betroffenen. Tabuisierung und blinde Flecken für weibliche sexualisierte Gewalt begünstigen eine Stigmatisierung Betroffener und verschlimmern ihre Situation so noch. In dieser Fortbildung wird es darum gehen, welche Täterinnentypologien unterschieden werden können, was Frauen mit sexuellem Interesse an Kindern auszeichnet und wie sexualisierte Gewalt durch Frauen erlebt wird. Dieses Wissen kann dazu genutzt werden, Betroffene weiblicher sexualisierter Gewalt künftig besser behandeln zu können.

Referentin | Prof. Dr. Johanna Schröder





Psychotische Symptome bei Traumafolgestörungen und Borderline PS

Inhalt | Traumatische Erlebnisse verursachen vielfältige psychopathologische Symptome, die eine Herausforderung für die differentialdiagnostische Einordnung darstellen. Die Beurteilung und diagnostische Wertung von psychotischem Erleben stellt hierbei eine besondere Herausforderung dar. Seit Schneiders Verknüpfung der Symptome ersten Ranges mit der schizophrenen Psychose 1939 wurde eine Spezifität für die Diagnose einer Schizophrenie angenommen. Erst mit der Veröffentlichung des DSM-5 2013 wurde der diagnostische Stellenwert in Frage gestellt. Hierzu haben die Auseinandersetzung mit den Folgen von Traumatisierungen und die Wiederentdeckung von Janets Modell der Dissoziation beigetragen. Das Modell der Dissoziation nimmt mittlerweile eine bedeutende Rolle bei der Interpretation von stressassoziiertem psychotischem Erleben ein. Die historische Entwicklung der psychiatrischen Diagnostik und die Schwierigkeiten, traumaassoziierte Psychopathologie einzuordnen, sind eng miteinander verbunden. Im Seminar werden historische, biologische und klinisch-pragmatische Aspekte der differentialdiagnostischen Einordnung von psychotischem Erleben bei Traumafolgestörungen und der Borderline-Persönlichkeitsstörung vorgestellt und diskutiert.

Referent | PD Dr. Stefan Tschöke





Großschadensereignisse: Was leisten Notfallpsycholog:innen?

Inhalt | Breitscheidplatz, Galtür, Ramstein, Eschede – manche Ortsbezeichnungen stehen bis heute als Chiffre für die Katastrophen, die sich dort ereignet haben. Neben einer notfallmedizinischen Versorgung gehört bei derartigen Großschadenslagen heute international auch eine psychosoziale Notfallversorgung zum Standard. Doch wie arbeiten Notfallpsycholog:innen eigentlich? An welchen Modellen orientieren sie sich, in welche Strukturen sind sie eingebettet und wie erfolgt die Zusammenarbeit mit anderen Helfer:innen? Was ist empirisch belegt, was bewährt sich in der Praxis? Und noch viel wichtiger: Wie teilt man einer Mutter mit, dass ihre Tochter gerade gestorben ist? Was sagt man einem Vater, der seit Stunden hofft, dass sein Sohn noch lebend gefunden wird? Diese Fortbildung bietet eine praxisnahe Einführung in die Arbeit als Notfallpsycholog:in.

Referent | PD Dr. Thomas Beck