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Fortbildungsakademie für Experten:innen

Aus der Praxis für die Praxis | Von Experten:innen für Experten:innen

Die Fortbildungsakademie der Klinik für Psychotraumatologie setzt es sich zum Ziel, praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Fortbildungsveranstaltungen zu allen Teilgebieten der Psychotraumatologie anzubieten.

Die Fortbildungsakademie bietet Vorträge, Seminare und Workshops zu aktuellen Themen der Psychotraumatologie an, der Schwerpunkt liegt auf digitalen Fortbildungen. Mit diesen möchten wir ein Forum schaffen, in dem Sie sich bequem von zuhause aus mit den brennendsten Fragen und den spannendsten Entwicklungen der Psychotraumatologie in Klinik und Forschung auseinandersetzen können. Dazu möchten wir Ihnen gerne viele der renommiertesten Expert:innen der Psychotraumatologie präsentieren.

Alle Fortbildungen sind über die bayerische Psychotherapeutenkammer oder Ärztekammer zertifiziert, so können Sie nebenbei ganz einfach Fortbildungspunkte sammeln. Die Bestätigung erhalten Sie im Anschluss zugesandt.


Unser Fachflyer "Fortbildungsakademie Psychotraumatologie"

Alles Wichtige zusammengefasst und auf einen Blick | Für Sie zum Download!


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Danke an alle Teilnehmer:innen!


Wir freuen uns sehr, über eine mehr als gelungene erste Fortbildungsveranstaltung.

Prof. Dr. Johanna Schröder hat uns mit ihrem Thema "Sexualisierte Gewalt durch Frauen: Betroffene und Täterinnen" abgeholt, es fand eine angeregte Diskussion statt.

Wir freuen uns auf weitere spannende Veranstaltungen und einen intensiven Austausch mit Ihnen!

Ihre Kollegen:innen der Fortbildungsakademie Psychotraumatologie





Psychotische Symptome bei Traumafolgestörungen und Borderline PS

Inhalt | Traumatische Erlebnisse verursachen vielfältige psychopathologische Symptome, die eine Herausforderung für die differentialdiagnostische Einordnung darstellen. Die Beurteilung und diagnostische Wertung von psychotischem Erleben stellt hierbei eine besondere Herausforderung dar. Seit Schneiders Verknüpfung der Symptome ersten Ranges mit der schizophrenen Psychose 1939 wurde eine Spezifität für die Diagnose einer Schizophrenie angenommen. Erst mit der Veröffentlichung des DSM-5 2013 wurde der diagnostische Stellenwert in Frage gestellt. Hierzu haben die Auseinandersetzung mit den Folgen von Traumatisierungen und die Wiederentdeckung von Janets Modell der Dissoziation beigetragen. Das Modell der Dissoziation nimmt mittlerweile eine bedeutende Rolle bei der Interpretation von stressassoziiertem psychotischem Erleben ein. Die historische Entwicklung der psychiatrischen Diagnostik und die Schwierigkeiten, traumaassoziierte Psychopathologie einzuordnen, sind eng miteinander verbunden. Im Seminar werden historische, biologische und klinisch-pragmatische Aspekte der differentialdiagnostischen Einordnung von psychotischem Erleben bei Traumafolgestörungen und der Borderline-Persönlichkeitsstörung vorgestellt und diskutiert.

Referent | PD Dr. Stefan Tschöke





Großschadensereignisse: Was leisten Notfallpsycholog:innen?

Inhalt | Breitscheidplatz, Galtür, Ramstein, Eschede – manche Ortsbezeichnungen stehen bis heute als Chiffre für die Katastrophen, die sich dort ereignet haben. Neben einer notfallmedizinischen Versorgung gehört bei derartigen Großschadenslagen heute international auch eine psychosoziale Notfallversorgung zum Standard. Doch wie arbeiten Notfallpsycholog:innen eigentlich? An welchen Modellen orientieren sie sich, in welche Strukturen sind sie eingebettet und wie erfolgt die Zusammenarbeit mit anderen Helfer:innen? Was ist empirisch belegt, was bewährt sich in der Praxis? Und noch viel wichtiger: Wie teilt man einer Mutter mit, dass ihre Tochter gerade gestorben ist? Was sagt man einem Vater, der seit Stunden hofft, dass sein Sohn noch lebend gefunden wird? Diese Fortbildung bietet eine praxisnahe Einführung in die Arbeit als Notfallpsycholog:in.

Referent | PD Dr. Thomas Beck





Trauma- und sexualfokussierte Therapie (TrusT): 
Ein integratives psychotherapeutisches Gruppenkonzept bei Problemen in der Sexualität

Inhalt | Sexuelle Probleme stellen eine häufige Folge bei sexuell und nichtsexuell traumatisierten PTBS-Patient:innen dar. Trotz hoher Belastung, weitreichender Konsequenzen und der Bedeutung von Sexualität für die Lebensqualität werden traumaassoziierte sexuelle Schwierigkeiten in der psychotherapeutischen Behandlung bisher noch kaum berücksichtigt. Einerseits besteht bei vielen Therapeut:innen Unsicherheit über die Auswirkungen interpersoneller Gewalterfahrungen in diesem Bereich und wie in Folge Sexualität gelebt bzw. nicht gelebt werden kann. Andererseits fehlen breit etablierte Therapiemethoden zum Vorgehen bei traumabedingten sexuellen Störungen.

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Pilotstudie der LMU München und des UKE Hamburg wurde die Trauma- und sexualfokussierte Therapie entwickelt, die derzeit empirisch validiert wird. In dieser Fortbildung wird das zwölfwöchige Gruppenkonzept Trust vorgestellt und zentrale Elemente der therapeutischen Grundhaltung vermittelt. Das erworbene Wissen kann dazu genutzt werden, Menschen mit traumaassoziierten sexuellen Schwierigkeiten besser zu behandeln und sie auf dem Weg zu einer selbstbestimmten und selbstfürsorglichen Sexualität zu unterstützen.

Referentin | Mag. rer. nat. Judith Gleixner