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Behandlungskonzept

Ganzheitlich für Ihre Herzgesundheit

Als Patient unserer kardiologischen Reha kommen Sie in den Genuss eines ganzheitlichen Therapiekonzepts: unser Sechs-Säulen-Programm. Dieses haben wir im Rahmen eines WHO-Projektes auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse Entwickelt. Es schließt sowohl moderne interventionelle Therapieverfahren als auch gesicherte Methoden der Naturheilmedizin ein.

Unser Sechs-Säulen-Programm

Lebensstil ändern und genießen

Unser Sechs-Säulen-Programm orientiert sich weniger an krankmachenden Faktoren (Pathogenese), sondern setzt im Sinne einer Gesundheitsentstehung (Salutogenese) vor allem auf die Stärkung Ihrer eigenen Ressourcen und die Steigerung Ihrer Lebensqualität

Dies geht mit konkreten Empfehlungen zu Änderungen Ihres Lebensstils einher. Jedoch sind die empfohlenen Lebensstiländerungen nicht mit Verboten und Diäten, sondern vor allem mit Genießen und aktivem Lebensstil verbunden.

Unser vornehmliches Ziel ist es, Sie gut übe Ihre Herzerkrankung aufzuklären und Ihnen zu zeigen, wie Sie das Fortschreiten Ihrer (meist chronischen) Erkrankung verhindern und wieder in Ihren beruflichen oder häuslichen Alltag zurückkehren können. Wir helfen Ihnen dabei, wieder körperliche und psychische Sicherheit zu erlangen und Ihre Leistungsfähigkeit und Fitness nachhaltig zu steigern.

Inhalte des Sechs-Säulen Programms

Säule 1:

optimale individuelle Anpassung der medikamentösen Therapie

Säule 2:

Anleitung zu einem täglichen körperlichen Training

Säule 3:

gesundheitsorientierte/mediterrane Ernährung

Säule 4:

Entspannung und mentale Stärke

Säule 5:

soziale Vernetzung

Säule 6:

Natur und Umwelt als positive Erlebnisse für Körper und Seele

Der langfristige Reha-Erfolg liegt in Ihrer Hand

Damit die Erfolge Ihrer Reha in den darauffolgenden Monaten nicht so schnell durch Alltagsbedingungen verloren gehen, geben wir Ihnen unsere schriftlichen Empfehlungen und eine Sammlung aus YouTube-Videos mit Anleitung zum Training daheim mit und stellen ein „Rezept für Sport“ für Sie aus. Zusätzlich stellen wir Ihnen die Inhalte unserer Vorträge in unserer kostenfreien Klinik-App zur Verfügung.

Dran bleiben, auch nach der Reha

Den meisten Patienten fällt es sehr schwer, die in der Reha-Klinik erhaltenen Empfehlungen zu einem gesunden Lebensstil auch nach der Reha nachhaltig umzusetzen. Einer der Gründe ist, dass die Umstellung auch den Lebensstil der Familienangehörigen und der gesamten eigenen Lebenswelt mit beeinflusst.

Bitte machen Sie sich aber bewusst, dass wer von einer Herzerkrankung betroffen ist, in der Regel das Risiko dafür an seine Kinder und Enkel vererbt hat. Durch einen bewussten und sportlich-aktiven Lebensstil können die Kinder und Enkel jedoch erreichen, dass die Herzerkrankung trotz dieser genetischen Belastung bei ihnen gar nicht oder erst in einem deutlich höheren Lebensalter auftritt.

Wichtig zum Nachlesen
Aus unserem Therapiekonzept haben wir möglichst verständliche und praktische Anleitungen entwickelt, das auch im Buchhandel als kardiologischer ärztlicher Ratgeber erhältlich ist.

Häufig gestellte Fragen zur Behandlung in der kardiologischen Rehabilitation

Gibt es in der Klinik St. Irmingard ambulante Rehabilitation?

Ja, der Umfang des ambulanten Rehabilitationsprogramms entspricht dem einer stationären Rehabilitation mit dem Unterschied, dass Sie Abends nach Hause fahren.

Welche Verbesserungen kann ich durch die Rehabilitation erreichen?

  • Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Befindlichkeit
  • Beseitigung von postoperativen Problemen (Herzrhythmusstörungen, Wundheilungsstörungen, Behandlung von Ergüssen)
  • Verbesserung der Selbstversorgung und damit Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
  • Minimierung der kardiovaskulären Risikofaktoren (Optimierung von Blutdruck, Cholesterinwerte, Blutzuckerwerte, Nikotinentwöhnung)
  • Beherrschen von Fertigkeiten zur Selbstkontrolle
  • Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung, Verminderung von Ängstlichkeit und Depressivität
  • Vermittlung von Strategien zur Stressbewältigung
  • Wiedererlangung des Selbstwertgefühls (Selbstvertrauen und Optimismus)
  • Verbesserung der sozialen Kompetenz und Hilfe bei der beruflichen Reintegration
  • Verbesserung des Informationsstandes über die Erkrankung

 

Welche Krankheitsbilder werden behandelt?

Bei folgenden Krankheitsbildern kann eine stationäre/ambulante Aufnahme in die kardiologische Reha erfolgen:

  • nach Herzinfarkt (mit Z. n. Ballondilatation, Stent)
  • nach interventionellen Eingriffen an den Herzklappen
  • nach Herzoperationen (z. B. Bypass, Herzklappen, Operation an den großen Gefäßen)
  • bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche) auch nach CRT-Implantation
  • bei entzündlichen Herzerkrankungen (Myo-, Peri- und Endokarditis)
  • bei Herzrhythmusstörungen (auch nach Implantation von Herzschrittmacher, Defibrillator oder nach rhythmologischen Eingriffen)
  • bei Stoffwechselerkrankungen mit Herzbeteiligung
  • bei chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • bei Gefäßerkrankungen (einschließlich Stenting oder Operationen)
  • bei Risiko für Herz-,Kreislauf-Erkrankungen (Prävention)

 

Gibt es Ausschlusskriterien für die kardiologische Rehabilitation?

Kontraindikationen für eine Aufnahme können sich aus bautechnischen, patientenbezogenen und medizinischen Gründen ergeben, z.B. durch sehr eingeschränkte Mobilität.

Patientenbezogene Gründe:

  • Minderjährige Patienten
  • Mangelnder Rehabilitationswillen
  • Mangelnde Kommunikationsmöglichkeiten aufgrund Sprachbarrieren
  • Mangelnde Rehabilitationsprognose
  • Schwere Pflegebedürftigkeit
  • Akute Suchtproblematik (z.B. Alkohol- und Drogenmissbrauch)
  • Begleitende psychiatrische Erkrankungen mit Eigen- und Fremdgefährdung
  • Desorientiertheit
  • Weglauftendenz
  • Zu weiter Anfahrtsweg für ganztägig ambulante Rehabilitation (über 40 km)

Medizinische Gründe:

  • Fachfremde Rehabilitationsdiagnosen
  • Schwere Wundheilungsstörungen
  • Herzinsuffizienz Stadium IV nach der New York Heart Association (NYHA)
  • Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Überwachung (z.B. akuter Myokardinfarkt, schwere respiratorische Insuffizienz mit möglicher Intubations-Notwendigkeit)
  • Hämodynamisch relevante Herzrhythmusstörung
  • Hämodynamisch relevanter Perikarderguss
  • Linksventrikuläre Unterstützungssysteme (LVAD) oder Kunstherz
  • Schwere akute interkurrente Erkrankungen mit fachspezifischer Behandlungsnotwendigkeit (z.B. akute Appendizitis, akute Frakturen)
  • Schwere depressive Episode
  • Akute Suizidalität
  • Akute Psychosen
  • Akute kontagiöse Infektionserkrankungen
  • Infektion mit multiresistentem Keim gegen 4 Antibiotikagruppen (4-MRGN)

 

Haben Sie Fragen zu Ihrer Aufnahme in die Kardiologie?

Dann füllen Sie direkt unser Kontaktformular aus, oder rufen Sie bitte direkt die kompetenten Kolleginnen in unserem Patienten-Service an:

Telefon +49 8051 607-538
E-Mail: info (at) st-irmingard.de

Unser qualifizierter Patientenservice steht Ihnen gerne für Ihre Anfragen zu Verfügung!