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Behandlung

Konzept, Methoden und Bausteine unserer stationären psychosomatischen Therapie

Um zu verstehen, wie wir in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie St. Irmingard arbeiten und wie wir unseren Patienten helfen, ist es wichtig zu wissen, was Psychosomatik eigentlich bedeutet.

Die Psychosomatik ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise und Krankheitslehre. Sie beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen, die zwischen dem Körper einerseits und den Gefühlen, Vorstellungen, Verhaltensweisen und menschlichen Beziehungen andererseits bestehen (Psyche=Seele/Soma=Körper). Wenn diese Wechselwirkungen gestört sind oder wenn die Zusammenhänge von den Betroffenen nicht richtig verstanden werden, können psychosomatische Krankheiten entstehen. Unser übergeordnetes Ziel ist es, im Zuge Ihres stationären Aufenthaltes gemeinsam die Wiederherstellung eines gesunden Gleichgewichts zu erreichen.

„Veränderung bedeutet, alte Muster zu erkennen und mutig, aber behutsam neue Wege zu gehen. Denn wenn nach Ihrer Behandlung alles wieder so wird wie es war, wird auch alles wieder so kommen wie es gekommen ist.
In der Therapie richten wir den Blick ganz bewusst auf Ihre Ressourcen – auf das, was Sie stärkt, trägt und Ihnen hilft. Damit Therapie wirklich wirksam werden kann, braucht es Ihre aktive Mitarbeit – wir begleiten Sie dabei professionell, wertschätzend und Schritt für Schritt.“

Dr. med. Ulrich Stattrop, Chefarzt Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Häufige Fragen zur Behandlung in der Fachklinik für Psychosomatik Klinik St. Irmingard

Wie bin ich in der Klinik St. Irmingard untergebracht?

Unsere Patienten wohnen ausschließlich in modern ausgestatteten Einzelzimmern. Sie haben ein eigenes Bad, Telefon und TV, Radio und einen Balkon. Im Lobbybereich steht Ihnen ein zentraler Internetanschluss zur Verfügung. Die Klinik St. Irmingard bietet verschiedene Wahlleistungen im Rahmen der PRIMA ambiente und PRIMA ambiente plus Pakete an:

Paket PRIMA ambiente: 39,50 Euro pro Tag
1-Bett-Komfort-Zimmer auf der Seeseite mit Balkon, freundliche Zimmerausstattung inkl. Hotelbettwäsche und -vorhänge, Dekoartikel, Internet (WLAN), Telefon-Flatrate, Minibar, TV, CD- & DVD-Player, Badetücher und Bademantel, Parkplatz.

Paket PRIMA ambiente plus: 50,00 Euro pro Tag
Das Paket beinhaltet alle oben genannten PRIMA ambiente Leistungen sowie zusätzlich Tageszeitung, Obstteller, Nordic-Walking-Stöcke und 7-Gang-Fahrrad.

Hier finden Sie detaillierte Informationen zu unseren PRIMA Wahlleistungen.

Was sind die Besonderheiten der Unterbringung im „Haus Luitpold“?

Um mehr psychosomatische Behandlungsplätze anbieten zu können, haben wir mit Genehmigung der zuständigen Behörden zusätzlich 24 Zimmer im direkt nebenan gelegenen „Haus Luitpold“ angemietet.

Wenn Sie im „Haus Luitpold“ untergebracht sind, melden Sie sich bitte an Ihrem Anreisetag an der Rezeption in der Klinik St. Irmingard.

Ihre Unterbringung erfolgt dort in einem modernen Einzelzimmer mit eigenem Bad. WLAN und TV sowie ein kostenfreier Parkplatz sind für Gäste im „Haus Luitpold“ inklusive. Darüber hinaus stehen Ihnen selbstverständlich sämtliche Einrichtungen der Klinik St. Irmingard zur Verfügung. Ihre Mahlzeiten nehmen Sie im Patienten-Restaurant der Klinik St. Irmingard ein. In Notfällen ist unser ärztlicher und pflegerischer Bereitschaftsdienst über ein Notruftelefon rund um die Uhr für Sie erreichbar, auch am Wochenende.

Ihre zuständigen ersten Ansprechpartner im „Haus Luitpold“ sind in allen Fällen die Mitarbeiter der Pflege, die Ihnen im Pflegestützpunkt (3. Stock der Klinik St. Irmingard) zur Seite stehen, wie auch unser engagiertes, stationäres Behandler-Team.

Wie läuft eine psychosomatische Behandlung ab?

Eine psychosomatische Behandlung in unserer Klinik verläuft in mehreren Phasen: Nach der Aufnahme erfolgt eine umfassende ärztliche und psychotherapeutische Diagnostik. Basierend darauf erstellen wir mit Ihnen einen individuellen Therapieplan. Die Behandlung umfasst Einzel- und Gruppentherapien, ggf. medikamentöse Therapie sowie körperbezogene Therapien wie Bewegungstherapie.

Im Mittelpunkt steht die ganzheitliche Betrachtung von Körper, Seele und Geist. Gesundheit und Krankheit entstehen durch das Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren. Deshalb berücksichtigt unsere psychosomatische Behandlung körperliche Beschwerden ebenso wie emotionale Belastungen, Gedankenmuster, Beziehungen und Lebensumstände.

Mit dem multiprofessionellen Team aus Ärzten, Psychotherapeuten und Fachtherapeuten arbeiten Sie gemeinsam an Ihren individuell festgelegten Zielen, Ihrer Stabilisierung und dem Erreichen neuer Perspektiven für Ihren Alltag.

Wie sieht ein typischer Therapietag aus?

Die stationäre Therapie in der Klinik St. Irmingard ist durch eine hohe Behandlungsintensität gekennzeichnet und folgt einer strukturierten Tagesroutine. Der Tag beginnt gegen 7.30 Uhr mit Morgengymnastik und endet gegen 16.30 Uhr. Nach dem Frühstück im Restaurant stehen verschiedene Therapieeinheiten an – je nach Ihrem individuellen Therapieplan können dies Einzelgespräche mit dem Psychotherapeuten, Gruppentherapien, Kunsttherapie, Musiktherapie oder Bewegungstherapie sein. Ihr persönlicher Therapieplan wird von Ihrem behandelnden Arzt unter Berücksichtigung Ihres Krankheitsbildes und Ihrer Therapieziele erstellt.

Die Mittagspause bietet Zeit für Erholung und gemeinsames Essen. Am Nachmittag schließen sich weitere Therapiesitzungen oder Zeit für Eigenaktivitäten an. Das Abendessen nutzen viele Patienten zum Austausch mit anderen. Der Tag endet mit persönlicher Freizeit – ideal zum Spazierengehen am Chiemsee, Lesen oder zur Reflexion der Tagesereignisse.

Muss ich aktiv an der Therapie teilnehmen?

Ja, Ihre aktive Teilnahme und Mitarbeit sind für den Therapieerfolg entscheidend. Psychosomatische Behandlung ist kein passiver Prozess, bei dem „etwas gemacht wird“, sondern eine aktive Auseinandersetzung mit Ihren Themen. Wir richten den Blick bewusst auf Ihre Ressourcen – auf das, was Sie stärkt und trägt. Damit Therapie wirksam werden kann, braucht es Ihre Bereitschaft, neue Wege auszuprobieren und sich auf Veränderungsprozesse einzulassen. Wir begleiten Sie dabei professionell, wertschätzend und Schritt für Schritt.

Wie wird der Therapieplan erstellt?

Ihr Therapieplan entsteht in enger Zusammenarbeit mit Ihnen. Nach der umfassenden Aufnahmediagnostik durch Ihren behandelnden Arzt/Psychotherapeuten findet ein gemeinsames Gespräch statt, in dem wir Ihre Behandlungsziele, Ressourcen und Bedürfnisse besprechen. Basierend auf dieser Analyse erstellen wir einen individuellen Plan, der verschiedene Therapiebausteine kombiniert. Dieser Plan ist nicht starr, sondern wird im Verlauf Ihres Aufenthalts regelmäßig mit Ihnen besprochen und bei Bedarf angepasst. Ihre aktive Mitwirkung ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Wie viele Einzelgespräche finden statt?

In der Regel finden 2 x wöchentlich Einzelgespräche mit Ihrem zugewiesenen Psychotherapeuten statt. Darüber hinaus nehmen Sie an Gruppentherapien sowie ergänzenden Therapieangeboten teil. Die genaue Zusammensetzung wird zu Beginn Ihres Aufenthalts gemeinsam mit Ihnen festgelegt und kann im Verlauf der Behandlung angepasst werden. Ziel ist ein intensives, aber nicht überforderndes Behandlungsprogramm.

Welche Therapien werden angeboten?

Unser multiprofessionelles Therapieangebot umfasst Einzelpsychotherapie, Gruppenpsychotherapie, ärztliche Gespräche und medikamentöse Ttherapie, Erlebnistherapien wie Kunst-, Musik-, Körper-/Tanz- und Konzentrative Bewegungstherapie – in der Gruppe und ggf. ergänzend im Einzelsetting – Bewegungstherapie und physikalische Maßnahmen, Entspannungsverfahren, Sozialtherapie und Angehörigenarbeit.

Alle Therapien werden von spezialisierten Fachkräften durchgeführt und auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt. Das ganzheitliche Konzept verbindet körperliche, psychische und soziale Aspekte Ihrer Erkrankung in einem abgestimmten Behandlungsprogramm.

Werden Medikamente eingesetzt?

Eine begleitende medikamentöse, insbesondere psychopharmakologische Behandlung ist weder verpflichtend noch untersagt. Eine vorbestehende Medikation kann und sollte bis zur Aufnahme fortgeführt werden. Sollte dies im Einzelfall nicht sinnvoll sein, z.B. bei missbräuchlicher Anwendung, würden wir Sie nach Prüfung der Anmeldeunterlagen diesbzgl. kontaktieren. Sollte eine Änderung der Medikation sinnvoll sein, würden wir dies während des Aufenthalts mit Ihnen besprechen und mit Ihrem Einverständnis auch umsetzen. Gleiches gilt, wenn der Beginn einer medikamentösen Behandlung indiziert wäre. Wir beraten Sie also auf Basis einer sorgfältigen Diagnostik, ob bei Ihnen ergänzend zur bei uns im Vordergrund stehenden psychotherapeutischen Behandlung eine ergänzende medikamentöse Therapie indiziert ist, und entscheiden dann gemeinsam mit Ihnen. Ziel ist eine auf Ihre individuelle Situation abgestimmte Behandlung, die psychotherapeutische und ggf. medikamentöse Elemente verbindet.

Alle medikamentösen Behandlungen werden, auch wenn diese Ihre körperlichen Begleiterkrankungen betreffen, regelmäßig überprüft und ggf. angepasst.

Kann mein Partner/meine Familie in die Therapie einbezogen werden?

Prägende Beziehungserfahrungen und Ihre aktuelle Beziehungssituation können für Ihren Therapieerfolg eine wichtige Rolle spielen. Wenn es therapeutisch sinnvoll und hilfreich erscheint, beziehen wir Angehörige aktiv in den Behandlungsprozess ein und führen mit Ihrer Zustimmung ein Paargespräch durch.

Ist in der Klinik St. Irmingard eine Aufnahme mit Kindern möglich?

Wir behandeln nur Patienten ab 18 Jahren. Kinder können nicht stationär aufgenommen oder mitgebracht werden, da keine Kinderbetreuung während der Therapiezeiten möglich ist.

Haben Sie Fragen zur Psychosomatik?

Dann füllen Sie direkt unser Kontaktformular aus, oder rufen Sie bitte direkt die kompetenten Kolleginnen in unserem Sekretariat der Psychosomatik an:

Telefon: +49 8051 607-573
E-Mail: sek.psychosomatik (at) st-irmingard.de

Wir stehen Ihnen gerne für Anfragen zu Verfügung!