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Psychologie in der onkologischen Reha

Innere Ruhe, Stärke und Zuversicht wiederfinden

Eine schwere Erkrankung bedeutet immer eine Erschütterung für Körper, Geist und Seele. Auch beim Heilungsprozess greifen diese drei Elemente ineinander. Darum spielt die Rehabilitationspsychologie in der Klinik St. Irmingard eine wichtige Rolle. Hier findet die Verarbeitung der psychischen Belastungen, Ängste und Sorgen, die mit Ihrer Erkrankung einhergehen, ihren Raum.

Unsere Diplom-Psychologen und Psychologischen Psychotherapeuten bieten Ihnen verschiedene Methoden an, mit deren Hilfe Sie innerlich zur Ruhe kommen und Ihre Stabilität wiedererlangen.

Wir arbeiten ressourcen- und lösungsorientiert mit folgenden therapeutischen Verfahren:

  • Verhaltenstherapie
  • Psychodynamische Verfahren
  • Hypnotherapeutische Techniken
  • Systemische Therapie
  • EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing, eine Behandlungsmethode der Posttraumatischen Belastungsstörung)

Angebote in der Rehabilitationspsychologie

  • Einzelgespräche
  • Paargespräche

→ Strukturierte Kurse und Seminare

Stressbewältigung, Schlafberatung, Nicht-Raucher-Training

Stressbewältigung

Dauerhafter Stress wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Manche Wissenschaftler vermuten, dass ein erhöhter Spiegel von Stresshormonen biochemische Veränderungen in Zellen auslösen und somit zur Tumorentstehung beitragen könnte. Außerdem wird vermutet, dass eine langanhaltende Stressbelastung zur Entstehung von Verengungen der Herzkranzgefäße und/oder zu Schädigungen des Herzmuskels führen kann, ebenso wie zu akuten Herzbeschwerden bis hin zu Herzinfarkten, Herzrhythmusstörungen oder Herzversagen.

Ziel der Stressbewältigung im Rahmen der Rehabilitationspsychologie ist, Stress-Situationen zu erkennen, Stress-Reaktionen wahrzunehmen und geeignete Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Schlafberatung

Etwa zwei Drittel aller Krebspatienten leiden unter Ein- oder Durchschlafstörungen und den damit verbundenen belastenden Folgen wie Tagesmüdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Eine lange andauernde Schlafstörung kann überdies die Entstehung einer Depression begünstigen.

In der Schlafberatung vermitteln wir Ihnen Informationen und Strategien zur besseren Bewältigung von Schlafstörungen und -problemen.

Nicht-Raucher-Training

Rauchen erhöht das Risiko für eine ganze Reihe schwerer Erkrankungen. Laut dem Deutschen Krebsforscherzentrum Heidelberg haben Raucher unter anderem ein um 65 Prozent höheres Risiko für einen Herzinfarkt als Nichtraucher. Ein deutlicher Zusammenhang konnte auch nachgewiesen werden zwischen Rauchen und Lungenkrebs, Krebs im Mund-, Nasen- und Rachenraum, Kehlkopfkrebs, Krebs der Leber, Bauchspeicheldrüse, Niere und Harnblase sowie bei Brust- und Gebärmutterhalskrebs und bei bestimmten Formen der Leukämie.

Wir bieten Ihnen psychologische Unterstützung auf dem Weg zum Nichtraucher.

→ Entspannungsverfahren

In verschiedenen Entspannungsverfahren wird die eigene Körperwahrnehmung geschult. Sie helfen Ihnen dabei, Gelassenheit, Wohlbefinden und Zufriedenheit zu erleben.

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR)

Bei der Progressiven Muskelrelaxation (oder Muskelentspannung) nach Jacobson handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch die gezielte An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht wird. Ziel des Verfahrens ist eine Senkung der Muskelentspannung unter das normale Niveau sowie eine bessere Körperwahrnehmung.

Imaginative Entspannung

Die imaginative Entspannung lädt durch die Schilderung ruhiger, entspannter Bilder, angenehmer Situationen oder Geschichten zum Loslassen und Entspannen ein.

→ Gesprächsgruppen für onkologische Patienten

In den onkologischen Gesprächsgruppen haben Sie die Möglichkeit, über Ihre Gefühle, Ihre Ängste, Verbitterung, Ohnmacht, Traurigkeit und die Belastung zu sprechen, die mit der Krankheit einhergeht.

Ziel der Gruppe ist es, im Miteinander mit anderen Betroffenen, belastendes zu benennen, Wege aus der Verzweiflung und Erstarrung zu finden und Fähigkeiten wiederzuentdecken. Wir möchten, dass Sie sich gestärkt fühlen und Ihre Zuversicht und Ihre Lebensfreude wiederfinden.

Themenkomplexe:

Lebenskrisen bewältigen – Zuversichtlich weitergehen

  • Phasen der Krise
  • Strategien zur Bewältigung
  • Neubewertung
  • Perspektiven

Angst überwinden – Selbstvertrauen gewinnen

  • Wahrnehmung der Angst
  • Strategien zur Angstbewältigung
  • Aufbau von Selbstsicherheit
  • Selbstvertrauen in kritischen Situationen

Spiritualität leben

  • Sinnfragen
  • Achtsamkeit
  • Versöhnung
  • Loslassen

→ Psychoonkologie

„Aufwind für die Seele“

In der psychoonkologischen Behandlung und Beratung möchten wir Sie bei der Verarbeitung Ihrer Krankheit unterstützen. Hier geht es darum, Zusammenhänge zwischen seelischen Vorgängen und dem Verlauf der Krebserkrankung sichtbar zu machen. Im Gespräch, Mal-, Tanz- und rezeptiver Musiktherapie habe Sie die Möglichkeit, Ihre Gefühle wie z. B. Angst, Wut oder Trauer auszudrücken und zu klären.

Ziel ist es, die Belastungen zu lindern, die durch Krankheit und Therapie entstanden sind und Sie wieder dazu befähigen, am beruflichen und sozialen Leben teilzuhaben.

Welche Form der psychoonkologischen Begleitungsmaßnahmen jeweils die richtige ist, wird vom Therapeuten individuell und in Absprache mit dem Betroffenen entschieden.

→ Psychoonkologische Begleitungsmaßnahmen

Tanztherapie

Die Tanztherapie als eine besondere Form der psychoonkologischen Behandlung findet als Einzel- oder Gruppentherapie statt. Im Tanzen darf all das befreit werden und zum Ausdruck gelangen, was Sie erstarrt sein lässt und innerlich bewegt. Der Tanz, der aus Ihrem Inneren entspringt, befreit Sie von zurückgehaltenen Emotionen, von Trauer und Ängsten, dem Chaos, der Wut. Er führt Sie aus der Erschöpfung in die spielerische Leichtigkeit und hin zur Stille.

Maltherapie

In der Maltherapie finden Vorstellungen, Gefühle (Ängste, Sehnsüchte, Erwartungen) und Emotionen ihren Ausdruck. Sie erleben eine Materialisierung/Sichtbarmachung des Unbewussten. Durch die aktive Gestaltung von Bildern werden neue Ressourcen in Ihnen geweckt und entwickelt. Beim Herantasten an Ihre Gefühle und Erlebnisse durch künstlerische Mittel wird eine Distanz gewonnen, ein Dialog mit sich selbst zugelassen und somit eine neue Lebensperspektive entwickelt. Die Maltherapie in der Klinik St. Irmingard ist ein Projekt in der Psychoonkologie, das auf einer Zusammenarbeit zwischen der Klinik St. Irmingard und der Bayerischen Krebsgesellschaft beruht.

Rezeptive Musiktherapie

Die Musiktherapie in der Psychoonkologie der Klinik St. Irmingard ist eine Behandlung, die Ihrer Entspannungsfähigkeit dient. Entspannung wird hierbei als erstrebenswertes Befinden physischer und psychischer Gelöstheit definiert.

Im sogenannten „Alphazustand“ ist man geistig wach, befindet sich aber in einem Entspannungszustand, der von Ruhe und Harmonie geprägt ist. Dieser Zustand begünstigt die eigene Kreativität und Fantasie. Beide Gehirnhälften (links verstandesbetont, rechts emotional) sind aktiv, Problemlösungen fallen leicht.

Zielsetzung der rezeptiven Musiktherapie ist die Erreichung des Alphazustandes.

→ Spezielle Schulungen

Wir bieten spezielle Schulungen an für Patientinnen mit/nach gynäkologischen Tumorerkrankungen oder Brustkrebs, sowie für Patienten mit/nach Tumorerkrankungen des Magen-Darmtraktes.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Aufnahme in die Onkologie?

Dann füllen Sie direkt unser Kontaktformular aus, oder rufen Sie bitte direkt die kompetenten Kolleginnen in unserem Patienten-Service an:

Telefon +49 8051 607-538
E-Mail: info (at) st-irmingard.de

Unser qualifizierter Patientenservice steht Ihnen gerne für Ihre Anfragen zu Verfügung!